TQJ, Heft 95, Ausgabe 1/2024

12,80 

Einzelheft des Taijiquan & Qigong Journals

Februar – April 2024

76 Seiten, vierfarbig

(s. auch Ausgabe 1/2024 auf www.tqj.de)

 

 

 

 

 

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Verkörperte Bewegung – Qigong und Embodiment 
Von Dr. Franziska Wotzinger
»Embodiment« steht für die wissenschaftliche These, dass das menschliche Bewusstsein einen physischen Körper benötigt und sich mit diesem in ständiger Wechselwirkung befindet. Dadurch erfahren unser Körper und unsere Fähigkeit, ihn wahrzunehmen und zu regulieren, eine viel größere Beachtung und Wertschätzung, als es bisher in unserer Kultur üblich war. Aus dieser Erkenntnis sind in verschiedenen Fachbereichen Forschungen zu den Wechselwirkungen zwischen Geist, Emotionen und Körper angeregt worden. Franziska Wotzinger gibt eine Einführung in das Thema und zeigt, wie die im Qigong kultivierte natürliche Aufrichtung in diesem Sinn eine gute Basis darstellt, um sich selbst gut zu spüren und regulieren zu lernen, Resilienz zu entwickeln und sich gut geerdet der Welt zuzuwenden.

Den inneren Schrecken beruhigen
Gedanken und Erfahrungen auf dem Weg zu einem traumasensiblen Taijiquan
Von Dr. Henrik Jaeger
Die vielfältigen Untersuchungen zu psychischen Traumen haben in den letzten Jahrzehnten deutlich gemacht, wie verbreitet diese Problematik
in der ganzen Bevölkerung ist. Daher ist es auch für Taiji-Übende und insbesondere für Taiji-Unterrichtende sinnvoll, sich damit auseinanderzusetzen, um möglicherweise zu einem tieferen Verständnis der eigenen Geschichte und des eigenen Verhaltens zu kommen und um traumatisierten Menschen mit mehr Einfühlungsvermögen begegnen zu können. Henrik Jaeger gibt eine Einführung in das Thema und erläutert, inwiefern Taijiquan hilfreich sein kann, um sich selbst zu regulieren und um im Körper gespeicherte »Spuren des Schreckens« und damit verbundene Blockaden zu lösen. Damit das gelingen kann, sind eine annehmende Gruppensituation sowie eine traumasensible Sprache im Unterricht wichtig.

Schütteln im Jinjinggong – dem Sehnen- und Meridian-Qigong nach Dr. Heiner Frühauf und Prof. Wang Qingyu
Von Ulla Blum
Den Körper locker zu schütteln ist in vielen Qigong-Richtungen üblich. Im Jinjinggong nimmt das Schütteln eine zentrale Rolle ein und wurde sowohl theoretisch als auch in der konkreten Ausführung zu einer den ganzen Körper verändernden Basisübung ausgearbeitet. Ulla Blum beschreibt die Grundlagen dieser Übungspraxis, die insbesondere die Sehnen-Muskel-Meridiane nutzt, und wie sie überall im Körper Spannungen und Ungleichgewichte löst und ausgleicht. Mit einer Einführung in die vier Basisübungen des Jinjinggong bietet sie die Möglichkeit, diese selbst auszuprobieren.

Ist Taijiquan eine innere Kampfkunst? 
Von Dr. Christian Unverzagt, Teil 2
Taijiquan wird immer wieder als »innere Kampfkunst« bezeichnet, ohne dass wirklich klar ist, was damit gemeint ist. Im ersten Teil seines Artikels ist Christian Unverzagt den historischen Quellen zu einer »Inneren Schule« nachgegangen und hat hinterfragt, wie sie aus der jeweiligen Zeit heraus verstanden werden können. Im zweiten Teil seines Artikels zeigt er die Entwicklung im 20. Jahrhundert, in dem »Innere Schule« immer mehr mit Taijiquan gleichgesetzt wurde und es dabei vorrangig um Selbstkultivierung und eine Stärkung der Gesundheit ging. Außerdem wird nun die spezifische Kraft Jin als Unterscheidungskriterium zu »äußeren Kampfkünsten« angesehen. Gleichwohl bleibt die grundsätzliche Unterscheidung in innere und äußere Kampfkünste fraglich.

Maß und Mitte – Persönlichkeitsentwicklung als Weg zur Harmonie
Eine Annäherung an die Schriften des Kongzi für Taijiquan- und Qigong-Praktizierende, Teil 2
Von Dietlind Zimmermann
Im ersten Teil ihres Beitrags zu den Lehren des Kongzi machte Dietlind Zimmermann deutlich, dass Bildung ein zentrales Thema des häufig missverstandenen Meisters darstellt und dass diese im Sinne von Persönlich- keitsentwicklung verstanden werden soll. Hier im zweiten Teil geht sie näher darauf ein, dass es sich bei dieser Entwicklung darum dreht, ein Bewusstsein seiner selbst und damit verbunden auch aller anderen Wesen mit allen vielfältigen Verbindungen untereinander zu erlangen. Eine stabile Mitte ermöglicht es dabei, im lebendigen Wechselbad der Emotionen das richtige Maß und den rechten Rhythmus zu finden.

Event: 26. Tai Chi Caledonia
14. bis 21. Juli 2023 in Stirling (UK)
Von Helmut Oberlack
Tai Chi Caledonia ist eines der ältesten Events für Qigong, Taijiquan und andere innere Künste in Europa. Jedes Jahr kommen um die 100 Menschen aus vielen europäischen Ländern in Stirling, am Fuße der Highlands, zusammen, um gemeinsam zu üben, Neues zu lernen und Bekanntes zu vertiefen. Helmut Oberlack ist ein regelmäßiger Teilnehmer dieses Treffens und war nach einigen Jahren Pause mal wieder da.

 

Rezensionen
Dr. Christian Dewanger: Mit Gong Fu ins Wan Wu. Betrachtungen zur Psychologie und Praxis im Taijiquan
Li Hechun, Mario Schöniger, Christa Zumfelde-Hüneburg: Wuxing Yangsheng Gong
Prof. Dr. Gudula Link: Inmitten von Qi. Phänomenologie des Naturerlebens
Gerhardt Staufenviel: Heilige Drachen, Bd. 1: Alte Welt, Indien, China

Richtig? Falsch? Andres?
Kolumne von Dietlind Zimmermann

Kurskalender, Branchenbuch, Impressum

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