TQJ Heft 45, Ausgabe 3/2011

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Einzelheft des Taijiquan & Qigong Journals

August – Oktober 2011

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Inhalt

Achtsamkeit in der Schule
Von Vera Kaltwasser

Qigong kann in der Schule eine große Hilfe sein, um die Lernfähigkeit und das Wohlbefinden der SchülerInnen zu unterstützen. Vera Kaltwasser hat es in ein umfassenderes Konzept »Achtsamkeit in der Schule« eingebunden, dessen Wirksamkeit im zurückliegenden Schuljahr wissenschaftlich untersucht worden ist. Sie erläutert die verschiedenen Ebenen, auf denen Qigong und andere Achtsamkeitsübungen den SchülerInnen dazu dienen, ihre Aufmerksamkeit zu steuern, bewusster und gelassener mit Stress umzugehen und ihre Ängste zu überwinden. Selbstwahrnehmung und Selbstregulation werden in kurzen Übungseinheiten erlernt, durch die Wiederholung verankert und auch in Gesprächen reflektiert.

Peking-Stil – Eigenheiten und Varianten
Von Jan Leminsky

Die sogenannte Peking-Form ist die heutzutage vielleicht am weitesten verbreitete Taiji-Form, obwohl sie erst in den Fünfzigerjahren des letzten Jahrhunderts entwickelt wurde. Sie sollte der Volksgesundheit dienen und Taijiquan leichter erlernbar machen. Zusammen mit der 32er Schwertform, der 48er Form sowie der 42er Turnierform entstand eine neue Stilrichtung, die allerdings eng an den Prinzipien des Yang-Stils orientiert ist. Jan Leminsky erläutert ihre Entstehungsgeschichte und die Möglichkeiten und Grenzen, die das Üben der Peking-Form bietet. Auch hier haben sich bereits Varianten entwickelt, die sich im Wesentlichen auf die »Vorbildung« der jeweiligen LehrerInnen zurückführen lassen.

Hara – die Erdmitte des Menschen
Zur Theorie des Erdens
Von Ingrid Schmid-Bergmann

Ausgehend von der von Karlfried Graf Dürckheim geprägten Vorstellung vom Hara als Kraftzentrum des Menschen erläutert Ingrid Schmid-Bergmann die zentrale Bedeutung, die der Entwicklung des Bauchraums für alle Ebenen des Menschseins zukommt. Durch entsprechende Übung entsteht ein Bewusstsein für die innere Mitte und damit gleichzeitig ein Gefühl von »Auf-den-Boden-Kommen«. Der Mensch lernt, sich in seinem Leib zu verankern und aus seiner Mitte heraus zu agieren. In diesem Prozess kann es zu Gefühlen von Verlassenheit oder Getrenntsein kommen; Erdungsangst kann sich darin ausdrücken, dass sich jemand auf andere lehnt oder sich über sie erhebt. Die Verbindung zwischen der körperlichen Übung und Haltungsschulung und tiefenpsychologischen Aspekten zeigt sich auch in den vorgestellten Erdungskonzepten von Alexander Lowen, Stanley Keleman und David Boadella.

Vier Schnittstellen zwischen den Körpern und Energiezentren
Ein entscheidender Schritt in der Übungspraxis
Von Volker Jung

Die Dantian sind traditionellerweise mit verschiedenen Ebenen des menschlichen Seins – Jing, Qi und Shen – assoziiert. Volker Jung hat im Laufe langer Studien eine Methode entwickelt, wie wir die verschiedenen Erfahrungen, die wir beim Training machen, systematisch abspeichern können, um bei Bedarf schnell darauf zurückgreifen zu können. Dabei ist es von großer Bedeutung, die für die jeweiligen Erfahrungen »zuständige« Stelle anzusteuern. Das untere Dantian erfasst hiernach die körperlichen Erfahrungen, der Solarplexus die energetischen, das mittlere Dantian die emotionalen und das obere Dantian die mentalen Erfahrungen. Im Selbstversuch lassen sich diese Zusammenhänge überprüfen.

Taiji im Geist des Mitgefühls
Eine Würdigung von Linda Chase Broda (1941 – 2011)
Von Claus Albermann und Dietlind Zimmermann

Dass Taijiquan und Qigong heutzutage auch Menschen zugute kommen, die mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen leben, ist unter anderem einer außergewöhnlichen Frau zu verdanken – Linda Chase Broda, die bereits in den 1980er Jahren begann, mit psychiatrischen und geriatrischen PatientInnen zu arbeiten. Claus Albermann und Dietlind Zimmermann erinnern sich im Gespräch an die Impulse, die Linda Chase Broda der deutschen Taiji-Szene gegeben hat. Unvergessen bleibt nicht nur eine besondere Lehrerpersönlichkeit, sondern wie Linda Chase Broda auch Menschen den Zugang zum Tuishou eröffnete, die am Taijiquan den meditativen und gesundheitsfördernden Anteil schätzten, aber Berührungsängste mit der kampfkünstlerischen Seite hatten – und wie sie vorlebte, dass Taiji auch für sogenannte Behinderte zu praktizieren ist.

Einfach Jetzt!
Qigong und Taijiquan als Übungswege der Meditation
Von Klemens J. P. Speer

Als meditative Übungswege haben Qigong und Taijiquan die Besonderheit, dass sie meist intensiv mit Bewegung verbunden sind. Die geistige Schulung geht mit einer körperlichen und energetischen einher. Klemens J. P. Speer befasst sich schon seit langer Zeit mit Meditation und Bewusstseinsentwicklung und erörtert hier die Voraussetzungen und Entwicklungsstufen auf dem Weg zur Erfahrung des absoluten Hier und Jetzt, zum Einswerden mit dem Dao. Ausgehend von der Frage »Warum sind wir hier« verbindet
er im Sinne Ken Wilbers die individuelle Erfahrung mit gesellschaftlicher Verantwortung und Achtung der Natur.

EVENT: CTND Pushhands Open
21. Januar 2011 in Stuttgart und 7. Mai 2011 in Hannover

Das Chen Taijiquan Netzwerk Deutschland (CTND) hat in diesem Jahr eine Serie von Tuishou-Turnieren begonnen. Dabei werden neben den einzelnen Turniersiegen über ein Ranglistensystem auch GesamtsiegerInnen der CTND Pushhands Open ermittelt. AnfängerInnen wie Fortgeschrittene aller Stile können an den Wettkämpfen teilnehmen, bei denen es Wettbewerbe im Dingbu (fester Stand) und Huobu (mit Schritten), unterteilt nach Geschlecht und Gewichtsklassen, gibt. Die Initiatoren Konstantin Berberich und Nabil Ranné stellen hier ihre Idee der Wettkampfserie vor, berichten von den ersten beiden Turnieren und laden dabei gleichzeitig ein, sich am letzten Turnier dieses Jahres im September in Berlin zu beteiligen.

EVENT: 10. IQTÖ-Tage
20. bis 22. Mai 2011 in St. Pölten (A)

Unter dem Motto »GesundSEIN – Lebenspflege mit Qigong, Taiji Quan und Yi Quan« veranstaltete die Interessenvertretung der Qigong- und Taiji Quan- und Yi Quan-LehrerInnen Österreichs zum zehnten Mal einen Kongress mit vielfältigem Programm. Er sollte »Impulse und Anregungen geben, um die eigene aktive und freudvolle Lebenspflege um Mittel, Wege und Sichtweisen alter östlicher Praxis zu bereichern«. Almut Schmitz genoss die entspannte und freundliche Atmosphäre, in der das stattfand.

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Gewicht 260 g

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