TQJ Heft 55, Ausgabe 1/2014

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Einzelheft des Taijiquan & Qigong Journals

Februar – April 2014

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INHALTSVERZEICHNIS

»Das Leben ist Bewegung«
Interview mit Professor Ding Hongyu von der Nanjing Universität China

Professor Ding Hongyu hat während seiner Zeit als Sportwissenschaftler an der Nanjing Universität intensiv an der Verbindung von Sport und Gesundheitserhaltung gearbeitet. Dazu waren Qigong und Taijiquan natürlich besonders prädestiniert. Alexander Callegari nahm einen Besuch bei seinem Lehrer im Mai letzten Jahres zum Anlass, mit ihm über die Besonderheiten von Qigong und Taijiquan zu sprechen. Als auffälligen Unterschied betonte Ding Hongyu dabei, dass Qigong mehr Spielraum bietet für eine individuelle Ausführung, während beim Taijiquan die wesentlichen Kriterien »gerade, langsam, sanft, rund, stabil, locker« genau eingehalten werden sollten. Bei beiden ist die Entspannung der grundlegende Faktor. Bewegung ist für Ding Hongyu von zentraler Bedeutung, um bei guter Gesundheit alt zu werden.

Einheit in Differenz
Phänomenologische Perspektiven auf Taijiquan
Von Robert Stöhr

Bei der Frage nach der Bedeutung des Körpers, der körperlichen Bewegung und der Wahrnehmung zur Erlangung von Wissen über sich und die Welt gehen etablierte philosophische Auffassungen im Westen und im fernen Osten meist in verschiedene Richtungen. Jedoch gibt es auch in unserer westlichen Kultur mit der sogenannten »Phänomenologie« einen verhältnismäßig jungen Denkansatz, der mit den traditionellen Denkschemata bricht und mit der Figur des »Leibes« die Einheit von Wahrnehmung, Erfahrung, Denken und Fühlen auch sprachlich zum Ausdruck bringt. Robert Stöhr erläutert den phänomenologischen Ansatz, der von der unmittelbaren Wahrnehmung ausgeht und interessante Perspektiven auf die Selbstwahrnehmung beim Üben eröffnet.

Chan Mi Gong und die Ökologie des Daseins
Von Zuzana Sebkova-Thaller

Unsere Gesellschaft steckt in einer bedrohlichen ökologischen Krise, die zwar allgemein bekannt ist, ohne dass jedoch an wirklichen Lösungen gearbeitet wird. Zuzana Sebkova-Thaller sieht als Hauptprobleme das unhinterfragte Streben nach materiellem Wohlstand und das Vertrauen auf wissenschaftliche Lösungen. Die Ursachen für unser Verharren in einer Kultur, die unser Dasein immer stärker gefährdet, ergeben sich ihrer Ansicht nach aus der Entwicklung der europäischen Kultur, in der ein allmächtiger Gott dem Menschen aufgetragen hat, sich die Erde untertan zu machen. Dabei ist im Laufe der Zeit die Anbindung an die göttliche Energie verloren gegangen und seit der Renaissance ein durch die Zentralperspektive geprägter Blick auf die Welt eingekehrt, der alles Betrachtete zum Objekt macht und unterwirft. Um diese Sichtweise abzulegen, sind neue Betrachtungsweisen nötig, wozu auch unsere chinesischen Bewegungskünste beitragen können. Insbesondere das Chan Mi Gong kann eine Brücke schlagen zwischen östlicher Weisheit und westlicher Wissenschaft, indem es die Erkenntnis »Alles ist Schwingung« sinnlich erfahrbar macht.

Quán bedeutet Faust
Über den zunehmenden Verlust des traditionellen Kampfkunstaspektes im Tàijíquán
Von Gerhard Dänekamp

Ursprünglich als Kampfkunst entstanden hat sich das Taijiquan seit Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem als Methode zur Stärkung der Gesundheit und zur »Lebenspflege« verbreitet, zunächst in China, später dann weltweit. Auf diesem Weg kam es zu Vereinfachungen und Veränderungen, so dass der Kampfkunstaspekt heutzutage in der allgemeinen Vorstellung von Taijiquan weitgehend verloren gegangen ist. Gerhard Dänekamp beklagt diese Entwicklung, die es traditionellen Taiji-Schulen schwer macht sich zu behaupten. Er analysiert, warum sich nur vergleichsweise wenige Menschen auf den nicht immer leichten Weg traditioneller Kampfkunst begeben, und macht Vorschläge, wie Taijiquan präsentiert werden kann, um es in der Öffentlichkeit auch als Kampfkunst bekannt zu machen.

Berge, Qi und Wandern
Achtsamkeit, Verbundenheit und Freude als Erlebnisse einer meditativen Geisteshaltung
Von Manfred Johannes Folkers

Der Zusammenhang zwischen Qigong und Taijiquan und einer bewussten Lebensphilosophie liegt zwar auf der Hand, ist jedoch nicht leicht in Worte zu fassen. Anlässlich des Qigong-Kongresses, der im Mai in Hamburg stattfindet, beschreibt Manfred Folkers am Beispiel Bergwandern, wie sich seine meditativen Erfahrungen aus der Taiji- und Qigong-Praxis auf seine Wahrnehmung und sein Erleben auswirken. Sie begleiten ihn als ein wissendes Gefühl der Verbundenheit mit der Natur und als eine achtsame und freudvolle Wahrnehmung des Lebens. Ein wesentlicher Faktor auch in praktischer Hinsicht ist dabei die bewusste Atmung.

Interview mit Birgit Halberstadt und Anja Streiter (Vorstand der Deutschen Qigong Gesellschaft) zum Austritt aus dem Deutschen Dachverband für Qigong und Taijiquan.

Haikus: Taiji, Qigong und Meditation
Von Anne-Marie Käppeli

Komlume: Erleuchtung? Einleuchtend …
ZUR SPRACHE GEBRACHT von Dietlind Zimmermann

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Gewicht 260 g

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