TQJ, Heft 72, Ausgabe 2/2018

8,50 

Einzelheft des Taijiquan & Qigong Journals

Mai – Juli 2018

erhältlich ab dem 17. Mai

Lieferzeit: 3 – 5 Tage

 

Editorial

Aktuelles

Veranstaltungskalender

 

Mit allen Sinnen – Faszien und Körperwahrnehmung
Von Ilse Priesching
Das für die Funktionsfähigkeit des Körpers überaus wichtige Bindegewebe erhält im Westen erst in neuerer Zeit gebührende Aufmerksamkeit. Seine Bedeutung wurde vor allem von manuell arbeitenden TherapeutInnen erkannt. Ilse Priesching geht in ihrem Beitrag besonders darauf ein, dass die Faszien eine zentrale Rolle für die Körperwahrnehmung und damit auch für die gesamte Koordination spielen. Sie gibt Hinweise darauf, wie die unterschiedlichen Rezeptoren im faszialen Gewebe angesprochen und wie entsprechende Kenntnisse für die Qigong- und Taijiquan-Praxis genutzt werden können.

Entspannung und Sinken lassen Bewegung entstehen
Die Taiji-Ball-Übung als Seidenübung des Yang-Stils nach Huang Xingxian
Von Epi van de Pol
»Seidenübungen« gibt es in verschiedenen Taiji- und Qigong-Traditionen. Nachdem in unserer letzten Ausgabe die Seidenübungen des Chen-Stil Taijiquan nach Chen Xiaowang vorgestellt wurden, beschreibt Epi van de Pol diesmal die Taiji-Ball-Übung, die in ähnlicher Weise im Yang-Stil nach Huang Xingxian überliefert wird. Hierbei liegt der Fokus darauf, die äußere Körperbewegung aus einem beständigen Prozess des Sinkens entstehen zu lassen, der wiederum eine tiefe Entspannung und Durchlässigkeit voraussetzt.

»Forschung ist eine Bewegung, die nie aufhört«
Interview mit Ömer Humbaraci
Die Kampfkunst Taijiquan wurde vor mehreren Jahrhunderten als komplexes System aus Theorie und Praxis entwickelt, von dem sich im Laufe der Zeit verschiedene Zweige gebildet haben. Heutzutage ist es schwierig, die ursprüngliche Lehre zu entschlüsseln. Ömer Humbaraci hat über Jahrzehnte sein Training darauf ausgerichtet, im Detail zu erforschen, wie genau die Bewegungsprinzipien im Taijiquan ihre eigentliche Wirkung entfalten. Im Interview mit Thomas Carlsen erläutert er, wie er zusammen mit einigen anderen Enthusiasten durch ein tiefgründiges Studium der klassischen Texte, insbesondere des Taijiquan Jing, sowie ständiges Hinterfragen und Ausprobieren wesentliche Textstellen so interpretieren konnte, dass daraus ein messbarer Vorteil in der Praxis hervorging.

Gewissenhaft eine optimale Haltung anstreben
Von Dr. Cornelia Richter
Ein ungehinderter Qi-Fluss ist die Voraussetzung für eine Selbstheilung des Körpers, für Gesundheit und Ausstrahlung. In den »24 Anforderungen an die Körperhaltung« ist beschrieben, was zu beachten ist, damit das Qi frei fließen kann. Dr. Cornelia Richter stellt die wichtigsten dieser Anforderungen für die Haltung des Rückens, des Kinns, der Füße, der Schultern und Arme vor und gibt Anregungen für deren Umsetzung in Übung und Alltag.

Mit dem Fremden vertraut machen – Über das Fremde und das Eigene im Zusammenhang mit Taijiquan und Qigong
Von Dietlind Zimmermann
Als Praktizierende chinesischer Bewegungskünste sind wir gewissermaßen geschult darin, uns Fremdes vertraut zu machen. Es gibt viele Möglichkeiten, mit Neugier und Unsicherheit, die Fremdes bei uns auslösen kann, umzugehen. Dietlind Zimmermann zeichnet ein Kontinuum, das von denjenigen, die starr an ihren Traditionen festhalten möchten, bis hin zu denjenigen reicht, die unbesehen alles Exotische für besser halten als ihre eigene Kultur. Sie zeigt, dass Traditionen nichts Festgeschriebenes darstellen, sondern sich in der Dynamik der Weitergabe von Mensch zu Mensch wandeln. Und dass wir grade über die energetischen Aspekte unserer Künste einen Zugang finden zu dem, was uns alle verbindet.

 

Branchenbuch

Kurskalender

Rezensionen

Kunst: Balance – Fremd und vertraut von Jacqueline Christiansen

Zur Sprache gebracht: Ich – Du – Wir
Kolumne von Dietlind Zimmermann

 

Zur Ausgabe 2/2018 (auf der TQJ-Website)

Zusätzliche Information

Gewicht 240 g

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